plan zwei: „bloggen“

DSC02098_Bildgröße ändernplan zwei:
„bloggen“

10.00 uhr Begrüssung einer ausstellungsbesucherin an uns…“Ihr seid mutig mit eurem optimismus hier in pinneberg“. Dazu der wunderbare sonnenschein mit der gastlichen kaffee.geste und kooperation des Stadtmuseums Pinneberg. Herzlichen dank für diesen aktionseinstieg.

Gezeigt wurden auf dem tisch mit 2 digitalrahmen und 2 flexiblen digitalrahmen im miniformat am körper je 172 fotos zum leerstand in pinneberg. Interesse, konzentration, betroffenheit, austausch standen im mittelpunkt der gespräche während der aktion.

Kooperation nit dem Stadtmuseum Pinneberg

Kooperation nit dem Stadtmuseum Pinneberg

gespraech 1

gespraech 1

gespraech

gespraech

entdecken

entdecken

blick

blick

konzentration

konzentration

Wir leben hier vor ort.Ist das schon kunst?

Wir leben hier vor ort.Ist das schon kunst?

Ausstellung auf dem tisch und am körper

Ausstellung auf dem tisch und am körper

tragbarer leerstand

tragbarer leerstand

Ausstellung auf dem tisch und am körper

Ausstellung auf dem tisch und am körper

2 Gedanken zu „plan zwei: „bloggen“

  1. HannaH Rau

    Leerstand wird KUNST im Blick der Betrachter: feine Menschen!
    Und dann ein Gespräch (ein gutes Gespräch ist auch eine Kunst.)
    Zwischen Menschen. Oh, feine Menschen!
    Mensch, fein, dass wer her fand –
    Bist Du da, ist kein Leerstand.
    Und warum nicht auch Leere?
    Lücke, Schweigen, weißes Blatt, Entfaltungsraum für Höhenflüge…
    Liebe Grüße aus der Marzipanstadt in den KunstKurOrt Pinneberg
    von HannaH

    Antwort
  2. Eva-Maria Mehrgardt

    Vorgestern beim Spazierengehen kam mir ein Verbraucher entgegen. Er raschelte ganz fürchterlich – grschscht grrrscht, ganz zusammengeduckt kam er mit seinem Ausgehhündchen daher.
    Die Vöglein sangen und die Wolken zogen in majestätischer Ruhe – aber nicht für ihn, sein Mantel – lärmte.

    Wecker sind auch ganz schlimm. Mein Billigwecker in der Küche tut’s nicht mehr. In der Stadt gibt’s einige Läden mit riesigen Uhrenabteilungen, die Wecker da können alles Mögliche, aber das was ich will, können sie nicht. Sie sollen einfach nur dastehen und mir möglichst unkompliziert die Zeit anzeigen und dabei zumindest den Eindruck erwecken, dass sie ein paar Jahre halten. Billig oder teuer, nichts zu finden, ich kam also ohne Wecker nach Hause. Und natürlich ohne Wintermantel.
    Es gab nur diese lärmenden Modelle (siehe oben den Verbraucher mit dem Hündchen) oder die Ich-steig-nur-kurz-aus-dem-Auto-und-renn-in-die-Oper-Mäntel.
    Ich bin für draußen und für Leerstand… Spazierengehen, frische Luft und kräftig durchatmen. Das geht ganz gut und mein alter Mantel ist auch noch ganz okay.
    Wenn ich in den Supermarkt muss, halte ich erst kurz die Luft an und mache einen weiten Bogen um den Stand mit den Brathähnchen. Der Geruch, der davon ausgeht, ist schier unglaublich. Chemie, die einem so scharf in die Nase dringt, dass man eine halbe Stunde danach noch weiß, wo man gewesen ist.

    Dann, auf Umwegen die Tür erreicht, begrüßt mich drinnen ein überdimensionales Bausel in Rot-Weiß-Silber. Pralinenschachteln so groß wie Hubschrauber, im Ohr Gedödels.
    Mein Weg durch dieses Paradies ist seit Jahren derselbe. Die Anzahl der Artikel, die ich kaufe, schränkt sich immer mehr ein. Es ist seltsam, anscheinend wollen die meisten Verbraucher-Bürger nicht das, was ich will. Ich aber werde den Eindruck nicht los, in einem riesigen Haufen Schrott herumzulaufen. Für mich ist dieses Land eine einzige große Marktlücke. Ehrlich, ich würde so gerne mal ungehindert zuschlagen und fröhlich gedankenlos konsumieren. Es gelingt mir nicht! Seit Jahren versuche ich es immer wieder und meist endet es damit, dass ich nur schnell das kaufe, was ich unbedingt brauche, Briefumschläge zum Beispiel, die sind irgendwie immer noch in Ordnung, und spätestens dann denke ich: Ach, ich geh später noch mal rein und renne an die frische Luft.
    Und, den Leuten, die das Fleisch aus diesen Folterschlachtereien essen, kann man es auch ansehen. Sie sehen ein bisschen aus wie der Mann mit dem Hündchen. Irgendwie verschreckt.

    Antwort

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